communication-concierge.ch https://www.communication-concierge.ch/blog/ Thu, 16 Apr 2026 09:25:13 +0000 de-DE hourly 1 Der perfekte Start ins Jahr 2026: Ein Workshop, der euer Team auf Kurs bringt https://www.communication-concierge.ch/blog/fokus-workshop/ https://www.communication-concierge.ch/blog/fokus-workshop/#comments Tue, 30 Sep 2025 17:18:00 +0000 Workshops https://www.communication-concierge.ch/blog/fokus-workshop/ Weiterlesen

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Neues Jahr, neue Ziele. Bloss welche? Mit diesem einfachen Workshop schafft ihr als Team Klarheit, setzt Prioritäten und entwickelt einen umsetzbarer Massnahmenplan. Der Workshop eignet sich perfekt, um mit Schwung in ein neues Jahr, Quartal oder Projekt zu starten. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

🎯 Ziel des Workshops

Worauf sollen wir als Team im 1. Quartal fokussieren?
(Oder im Jahr 2026? Oder in diesem Projekt, in dieser Kampagne?)

Zeit 

Etwa 4 Stunden

🚀 Warum es funktioniert

Dieses einfache Workshop-Rezept sorgt für ein strukturiertes Vorgehen. Es fördert die Zusammenarbeit im Team und sorgt dafür, dass alle sich einbringen und gehört fühlen. Am Ende habt ihr nicht nur einen klaren Plan, was ihr umsetzen wollt, sondern ein engagiertes Team, das hinter den Entscheidungen steht.

1️⃣ Starte positiv!

Beginne den Workshop mit einer einfachen, motivierenden Frage: „Was gefällt euch besonders daran, Teil dieses Teams zu sein?“ Das setzt einen positiven Ton, stärkt den Zusammenhalt und schafft die Grundlage für konstruktive Diskussionen. Am besten schreibt ihr die Antworten auf kleine Post-its und hängt sie für alle sichtbar auf.

2️⃣ Mini-Vision / Quartals-Ziel

Alle schreiben für sich auf grosse Post-its, was das Team in diesem Quartal erreichen soll. Beginnend mit den Worten "In drei Monaten..." (oder analog, wenn ihr das Jahr oder ein Projekt plant). Dann stellt ihr einander die Ziele vor, diskutiert kurz (!) darüber und stimmt mit Punkte-Klebern über euere Mini-Vision ab.

3️⃣ Anfangen, Aufhören, Weitermachen

Mit Blick auf das vorher festgelegte Ziel führst du dein Team durch die folgenden Fragen:

  • Was sollten wir anfangen zu tun?
  • Was sollten wir aufhören zu tun?
  • Was sollten wir weiterhin tun?

Dieser Schritt hilft, Klarheit über die bisherigen Arbeitsweisen zu schaffen und neue Ideen zu generieren. Verwendet für die Ideensammlung ebenfalls kleine Post-its und hängt diese in drei Spalten Anfangen / Aufhören / Weitermachen auf.

Ein Workshop für Klarheit und Team-Alignment

Schreibt eure Ideen zunächst für euch alleine auf Post-it-Zettel, um sie nachher als Team zusammenzutragen und zu diskutieren (Bilder: Samuel Erni von Johanna Unternährer Fotografie)



4️⃣ Ideen priorisieren: Heat Map Voting

Gib jedem Teammitglied etwa 30 rote Klebepunkte und lass sie die Ideen bewerten, die seiner Meinung nach den grössten positiven Einfluss auf das Team oder das Unternehmen haben. Die Anzahl der Punkte pro Idee ist dabei frei wählbar – es geht vorerst um ein Stimmungsbild.

5️⃣ Fokus schaffen: Top 3 auswählen

Nimm die 10 am höchsten bewerteten Ideen aus Schritt 4. Jedes Teammitglied erhält drei grüne Punkte, schreibt seine Initialen darauf und markiert seine persönlichen Top-3-Ideen. Diskutiert anschliessend eure Wahl. Warum habt ihr diese Ideen gewählt und wie helfen sie, das eingangs definierte Ziel zu erreichen? Einigt euch als Team, welche (und wieviele) der Ideen ihr in diesem Quartal / Jahr / Projekt umsetzen wollt und könnt. 

6️⃣ Zeitplan und Verantwortlichkeiten definieren

In einer moderierten Diskussion erarbeitet ihr:

  1. Welche konkreten Aufgaben erledigt werden müssen, um die Ideen umzusetzen.
  2. Bis wann jede Aufgabe erledigt sein soll.
  3. Wer für die Umsetzung verantwortlich ist.

Visualisiert die nächsten drei Monate in Form eines Zeitplans, um sicherzustellen, dass jeder die Meilensteine im Blick hat.

Falls ihr ein Projektmanagement-Tool wie Jira, Asana, Notion etc. nutzt, übertragt die Aufgaben und Zuständigkeiten gleich.

👏 Bravo, ihr habt als Team den Grundstein für einen fokussierten Start in ein erfolgreiches Jahr gelegt. Beglückwünscht euch gegenseitig und feiert ein wenig!

Pro-Tipps für einen erfolgreichen Workshop

✅ Moderator einsetzen: Eine neutrale Person sorgt dafür, dass die Diskussion fokussiert bleibt und alle zu Wort kommen.

✅ Entscheidungsträger festlegen: Bei Meinungsverschiedenheiten kann eine im Voraus bestimmte Person die endgültige Entscheidung treffen.

✅ Themen-Parkplatz nutzen: Sammelt Ideen oder Diskussionen, die nicht zum Workshop-Ziel passen, damit sie nicht verloren gehen, aber auch nicht vom Hauptthema ablenken.

Der Workshop basiert auf einem Rezept von AJ&Smart. Ich habe ihn dahingehend weiterentwickelt, dass er das Team noch etwas stärker auf ein gemeinsames Ziel ausrichtet. 

Brauchst du Hilfe? 

Benötigst du Unterstützung oder weitere Erläuterungen zu einzelnen Schritten? Gerne führe ich dich persönlich durch das Workshop-Rezept und gebe dir zusätzliche Tipps zur Moderation:

Buche ein kostenloses Gespräch mit mir.

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Der Nordstern für deinen Tag: Warum eine einzige Sache den Unterschied macht https://www.communication-concierge.ch/blog/der-nordstern-fuer-deinen-tag-warum-eine-einzige-sache-den-unterschied-macht/ https://www.communication-concierge.ch/blog/der-nordstern-fuer-deinen-tag-warum-eine-einzige-sache-den-unterschied-macht/#comments Sat, 26 Apr 2025 13:59:00 +0000 https://www.communication-concierge.ch/blog/der-nordstern-fuer-deinen-tag-warum-eine-einzige-sache-den-unterschied-macht/ Weiterlesen

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Kennst du das? Am Ende eines vollen Arbeitstages schaust du auf deine To-do-Liste und hast das Gefühl, nichts wirklich Wichtiges geschafft zu haben? Es gibt eine erstaunlich einfache Methode, die das ändern kann: Setze dir jeden Tag eine einzige (!) Priorität.

Statt fünfzehn Aufgaben gleichzeitig im Kopf herumzuwirbeln, frag dich am Morgen:

  • Was ist heute das Wichtigste für mich?
  • Was bringt mich wirklich weiter – beruflich oder persönlich?
  • Was würde diesen Tag zu einem Erfolg machen, selbst wenn ich sonst nichts anderes schaffe?

Diese eine (nicht zwei!) Aufgabe, diese bewusste Entscheidung wird dein Tagesfokus.

Vielleicht ist es ein wichtiger Projektmeilenstein. Vielleicht ein klärendes Gespräch. Vielleicht auch etwas Persönliches, das dir neue Energie gibt. Entscheidend ist nicht die Grösse der Aufgabe, sondern ihre Bedeutung für dich. Heute.

Sobald dein Fokus feststeht, blockiere bewusst Zeit dafür in deinem Kalender – am besten dann, wenn deine Energie am höchsten ist. Bei mir ist das am Vormittag von 9 bis 12 Uhr. Ich mache tatsächlich einen Kalendereintrag in einer eignen Farbe (lila), beginnend mit "Highlight: ..."

Lass diese eine Sache dein innerer Nordstern sein. Alles andere an diesem Tag darf sich darum gruppieren oder hinten anstehen.

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Das Konzept hat viele Namen: Daily North Star, Highlight, The Big One etc. Im Wesentlichen geht es darum, dass du jeden Tag bewusst für dich entscheidest, was du erreichen willst. (Bild: atlassian.com) 

Du wirst staunen, was sich verändert:

  • Du triffst schneller Entscheidungen.
  • Du spürst mehr Zufriedenheit am Abend.
  • Du setzt Energie gezielter ein, statt dich in Kleinkram zu verlieren.

Natürlich wird es auch Tage geben, an denen etwas dazwischenkommt. Aber selbst dann: Mit einem klaren Fokus bleibt das Westentliche im Blick.

Fokussieren heisst nicht, mehr zu schaffen. Fokussieren heisst, das Richtige zu schaffen.

Und manchmal ist das genau der Unterschied zwischen einem beliebigen und einem richtig guten Tag.

3x3 – Die smarte Abkürzung zu mehr Produktivität

Dir gefallendiese Tipps für effektiveres und effizienteres Arbeiten? In meinem neuem kostenlosen Online- Training bekommst du noch mehr davon – plus eine ordentliche Portion Mindset-Impulse obendrauf.

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Brauchst du Hilfe, dieses eine Tages-Highlight auszuwählen? Vielleicht hilft dir mein letzter Blogartikel weiter: "Vergiss To-Do-Listen! So wirst du wirklich produktiv"

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Vergiss To-Do-Listen! So wirst du wirklich produktiv https://www.communication-concierge.ch/blog/to-do-list/ https://www.communication-concierge.ch/blog/to-do-list/#comments Mon, 10 Mar 2025 11:44:00 +0000 Business Training Produktivität https://www.communication-concierge.ch/blog/to-do-list/ Weiterlesen

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Ob in der neuesten App, im klassischen Notizbuch oder auf Post-it-Zetteln: To-Do-Listen sind überall und gelten als Schlüssel zu Produktivität und Selbstorganisation. Zu Unrecht, wie ich finde. Warum ich keine To-Do-Listen mehr verwende und wie ich stattdessen arbeite, erfährst du in diesem Artikel. 

Zugegeben, es fühlt sich gut an, eine erledigte Aufgabe abzuhaken. Doch so befriedigend dieses Häkchen auch sein mag – To-Do-Listen sind oft überbewertet und können sogar kontraproduktiv sein. Aus drei Gründen:

Sie lenken dich ab. Statt deine eigenen Prioritäten zu verfolgen, arbeitest du die Aufgaben anderer ab. Du verpasst es, dich auf das zu konzentrieren, was für dich wirklich wichtig ist.

Du wist nie fertig. Egal, wie viele Tasks du erledigst – die Liste wächst weiter. Das Gefühl, immer im Rückstand zu sein, verstärkt sich.

🎯 Sie verschleiern den Fokus. Kleine und grosse, schnelle und aufwändige Aufgaben stehen gleichwertig nebeneinander – und das Wesentliche geht unter.

Ich habe schon länger Schluss gemacht mit klassischen To-Do-Listen. Um trotzdem den Überblick zu behalten und meine Zeit richtig zu priorisieren, stelle ich dir drei einfache, aber starke Werkzeuge vor: Die "Herdplatten"-Liste, die "Eisenhower-Matrix" und "Timeblocking".

Die bessere To-Do-Liste: "Herdplatten"-Liste

Bei dieser Methode musst du nicht ganz auf das gute Gefühl verzichten, nach getaner Arbeit einen Task abzuhaken oder durchzustreichen. Aber sie zwingt dich, bewusst zu entscheiden, auf welche Projekte du dich aktuell fokussieren willst und welche Aufgaben du dazu erledigen musst. So funktioniert's: 

Teile eine Blatt Papier mittels Trennlinie in zwei Spalten auf. Die linke Spalte stellt deine vordere Herdplatte dar, die rechte Spalte die hintere. Wie beim Kochen liegt deine Aufmerksamkeit in erster Linie bei der Pfanne auf der vorderen Platte. Ab und zu rührst du aber auch in der hinteren Pfanne um.  

Dein aktuell wichtigstes Projekt (nur ein einziges!) stellst du auf die vordere Herdplatte. Schreib dazu oben links den Namen des Projekts aufs Papier und eine Handvoll Tasks für die nächsten paar Tage, um das Projekt voranzutreiben. Lass etwas Platz darunter frei für neue Aufgaben im Zuammenhang mit diesem Projekt.

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Die Herdplatten-Methode stammt aus dem (sehr empfehlenswerten!) Buch "Make Time" von Jake Knapp und John Zeratsky (Grafik: maketime.blog)


Auf die hintere Herdplatte und somit in die rechte Spalte setzt du dein zweitwichtigstes Projekt mit ein paar dazugehörigen Tasks. Zu guter letzt listest du ab der Mitte der rechten Spalte weitere Aufgaben auf, die weder zum Projekt 1 oder 2 gehören. Das ist quasi dein Abwaschbecken. 

Weil die Herdplatten-Liste nicht Platz für alles hat, musst du dich auf diejenigen Dinge konzentrieren, die aktuell am wichtigsten für dich sind. Es wird dir einfacher fallen, dich nicht von Unwichtigem ablenken zu lassen! Nach ein paar Tagen gestaltest du eine neue Herdplatten-Liste.

Der Klassiker: Die Eisenhower-Matrix

Ja, die Methode ist nach dem US-Präsidenten und Weltkriegs-General Dwight D. Eisenhower benannt. Nein, es gibt keine Hinweise darauf, dass er sie selbst praktiziert, geschweige denn erfunden hat. Zum Namensgeber ist Eisenhower durch dieses Zitat geworden: "I have two kinds of problems, the urgent and the important. The urgent are not important, and the important are never urgent.“

Die Unterscheidung von Dringlichkeit und Wichtigkeit von Projekten, Aufgaben etc. ist der Kern der Eisenhower-Matrix. Zeichne deshalb eine 2x2-Matrix mit den zwei Achsen "Wichtig" und "Dringend":

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Einfach, klar... und ehrlich - die Eisenhower-Matrix (Grafik: atlassian.com)


Verteile anschliessend alle deine Projekte oder Aufgaben auf die vier Quadranten und handle entsprechend:

Wichtig und dringend ("Do" in der obigen Grafik): Erledige diese "Super-Aufgaben" jetzt! 

Wichtig aber nicht dringend ("Delay"): Plane dir für diese "Später-Aufgaben" Zeit in den nächsten Wochen ein.

Dringend aber nicht wichtig ("Delegate"): Delegiere diese "Sofort-Aufgaben" falls möglich (an Mitarbeitende, externe Dienstleister etc.). Falls nicht, nimm diese nach Erledigung der DO-Aufgabn in Angriff.

Nicht wichtig und nicht dringend ("Delete"): Statt diese Aufgabe auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben, lösche sie komplett von deiner Liste und aus deinem Gedächtnis. Schliesslich ist sie weder dringend noch wichtig.    

Ich arbeite seit zwanzig Jahren mit der Eisenhower-Matrix: eine Whiteboard-Folie mit Post-its hängt griffbereit neben meinem Arbeitstisch. Ihre Kraft liegt in der Einfachheit, Klarheit... und Ehrlichkeit!

Time-Blocking (oder Time-Boxing)

Anstatt Aufgaben zu sammeln und eine Liste zu führen, reservierst du für wichtige Aufgaben eine feste Zeit im Kalender (z.B. Donnerstag, 10–12 Uhr, Geschäftsleitungssitzung vom Dienstag vorbereiten). Dadurch musst du einerseits bewusst entscheiden, was deine Prioritäten sind. Andererseits verhinderst du so, dass weniger wichtige Tasks, unnötige Meetinganfragen etc. dazwischenfunken. Wichtig: Die blockierten Zeitfenster sind für alle sichtbar im Kalender.

Weniger wichtige Aufgaben, die trotzdem erledigt sein müssen, fasst du in "Bündel" zusammen und weist ihnen zur Erledigung ebenfalls feste Zeiten zu. Die Time-Blocking-Methode hilft dir, deinen Arbeitstag proaktiver zu gestalten, statt ständig von den Prioriäten anderer Person getrieben zu werden.

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Dir gefallendiese Tipps für effektiveres und effizienteres Arbeiten? In meinem neuem kostenlosen Online- Training bekommst du noch mehr davon – plus eine ordentliche Portion Mindset-Impulse obendrauf.

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Hinter den Kulissen meiner «Problemlösungs-Masterclass»: Meine 5 wichtigsten Learnings https://www.communication-concierge.ch/blog/hinter-den-kulissen/ https://www.communication-concierge.ch/blog/hinter-den-kulissen/#comments Tue, 22 Oct 2024 00:00:00 +0000 Business Workshops Training https://www.communication-concierge.ch/blog/hinter-den-kulissen/ Weiterlesen

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Beim ersten Mal hast du keine Ahnung. Gilt für alle Lebensbereiche, oder? 😉 Als Neu-Unternehmer bin ich unsicher, wie meine Ideen bei potenziellen Kunden ankommen. Vor zwei Wochen habe ich deshalb ein neues Workshop-Training mit einem «Live-Publikum» getestet. In diesem Artikel erfährst du, was ich dabei gelernt habe – und worauf sich künftige Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen können.

Normalerweise arbeite ich mit Teams in Unternehmen oder Organisationen, um konkrete Herausforderungen zu lösen – etwa, die Zusammenarbeit im Team oder über die Abteilungsgrenzen hinaus zu verbessern, Jahresziele und Strategien festzulegen oder ein Marketing- und Kommunikationskonzept zu erarbeiten.

Neues Workshop-Training als Pilot

Dieses Mal wollte ich etwas Neues ausprobieren: Ein Workshop-Training, bei dem sich Einzelpersonen anmelden und in einer Gruppe von «Fremden» ein Workshop-Rezept kennenlernen. (Aus unternehmerischer Sicht möchte ich meinen Business-to-Business (B2B)-Fokus durch ausgewählte Angebote für Einzelpersonen (B2C) erweitern.)

Um diese Idee zu testen, entschied ich mich für einen Pilotversuch. Das Training habe ich kostenlos angeboten, im Gegenzug gaben mir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eins ausführliches Feedback. Ausserdem erklärten sie sich damit einverstanden, dass ein Fotograf den Workshop begleitet, damit ich das Bildmaterial für mein Marketing nutzen kann.

Das Fazit vorneweg: Der Pilot war erfolgreich und ich werde das Workshop-Training wieder anbieten.

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Icebreaker und Energizer in einem: Die Masterclass startete mit einer "Schere, Stein, Papier Battle" (alle Bilder: Samuel Erni von Johanna Unternährer Fotografie)


Hier sind fünf Dinge, die ich dabei gelernt habe:

  1. Kundenfeedback ist unbezahlbar.
    Nicht, dass mich diese Erkenntnis völlig überrascht hätte. Aber die Qualität der Rückmeldungen, die ich von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhalten habe, ist pures Gold. Sie betreffen den Aufbau und Inhalt des Trainings ebenso wie die Rahmenbedingungen – vom Startzeitpunkt über die Gruppengrösse bis hin zum Raumklima. Ein einziges Mal ein echtes Training mit einem echten Publikum durchzuführen, ist weitaus ergiebiger als wochenlange Konzeptarbeit. Und das Beste daran: Künftige Teilnehmerinnen profitieren direkt von einem noch besseren Erlebnis!

  2. Der Workshop funktioniert auch für gemischte Gruppen
    Mir war von Anfang an klar, dass ich für das Training mit meinem vielseitigsten Workshop-Rezept arbeiten würde, dem "Lightning Decision Jam". Doch wie gut würde die Session funktionieren, wenn statt einem eingespielten Team mit einem echten Problem, eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus Einzelpersonen mit einer "erfundenen" Herausforderung workshoppen würde? Sehr gut! Ich war überrascht, wie stark die Teilnehmer sich mit dem vorgegebenen Thema identifizierten und so gut zusammenarbeiteten, als würden sie sich schon lange kennen.

  3. Praxis schlägt Theorie – aber ganz ohne geht’s doch nicht.
    Ich habe mich bewusst für ein sehr praxisorientiertes Training entschieden – genauso, wie es auch meine Team-Workshops für Unternehmen sind. Ich führe die Übungen kurz ein, moderiere sie und beantworte die Fragen der Teilnehmer. Als einziges «Theorie-Element» habe ich zu Beginn das unsichtbare Rahmenwerk erklärt, das all meinen Workshops zu Grunde liegt. Mehrere Teilnehmer bestätigten mir, dass dies sehr hilfreich war, um den Gesamtablauf zu verstehen und die Funktion der einzelnen Workshop-Elemente besser nachvollziehen zu können. Das werde ich künftig immer so handhaben.

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    Alles wird visualisiert – kein Workshop von mir ohne Post-its und Abstimmungspunkte.

  4. Ich weiss jetzt, zu welchem Preis ich das Training anbieten werde.
    Den Preis für ein neues Produkt festzusetzen, gehört zu den schwierigsten Aufgaben als Unternehmer, finde ich. Darum habe ich die Teilnehmenden gefragt, was ihnen die Masterclass wert gewesen wäre, wenn sie sie hätten bezahlen müssen. Eine Person hätte nichts bezahlt, da sie sich selbst nicht in der Workshopleitung sieht. Alle anderen nannten konkrete Beträge. Wenn ich das Training künftig kostenpflichtig anbiete, ist der Preis also nicht willkürlich, sondern er orientiert sich am wahrgenommenen Wert für diejenigen, die das Training schon erlebt haben.

  5. Jeder «spürt» den Raum anders. 

    Der Raum, in dem ein Workshop stattfindet, ist von grösster Wichtigkeit (Platzverhältnisse, Infrastruktur, Atmosphäre etc.). Ich habe bewusst eine unkonventionelle Location gewählt. Statt in einem klassischen Seminarraum fand das Training in einer Bar statt! Die Blok Bar in der Luzerner Altstadt dient tagsüber als Coworking-Space und verwandelt sich abends in eine hippe Afterwork-Bar. Während wir in einem separaten Raum arbeiteten, konnten wir durch die Glasscheibe beobachten, wie sich die Bar allmählich mit Gästen füllte. Ein sehr cooler Vibe und ein sympathisches, aufmerksames Bar-Team!

    Was ich allerdings nicht bemerkte: Während ich es angenehm warm fand, hatte einige Personen etwas kalt. Dabei hätte ich nur die Heizung einschalten und die Lammfelle zum Sitzen verteilen müssen… Und weil der Raum einen Kiesboden hat (damit man drinnen Boule spielen kann!), werde ich künftigen Teilnehmern empfehlen, lieber Sneakers als rahmengenähte Massschuhe zu tragen. 😉

Masterclass Follow up 3

Zehn Persönlichkeiten mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und Hintergründen nahmen an meiner ersten Problemlösungs-Masterclass am 10. Oktober 2024 teil. 


Lerne auch du mein vielseitigstes Workshop-Rezept kennen

Möchtest du auch du in meiner «Problemlösungs-Masterclass» lernen, wie du in nur zwei Stunden jede Art von Herausforderung lösen kannst? Dann trag dich jetzt auf die Interessenten-Liste ein, um vor allen anderen über das Datum der nächsten Durchführung informiert zu werden:


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"Es reicht nicht, ein gutes Produkt zu haben – die Leute müssen es kennen" https://www.communication-concierge.ch/blog/kmu-magazin/ https://www.communication-concierge.ch/blog/kmu-magazin/#comments Mon, 16 Sep 2024 08:00:00 +0000 https://www.communication-concierge.ch/blog/kmu-magazin/ Weiterlesen

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Der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung war seine Hauptmotivation: Darum hat sich der Luzerner Reto Sidler heuer selbstständig gemacht. Im Interview redet er darüber, wie er bei der Gründung seiner eigenen Firma vorgegangen und was die grösste Herausforderung als Selbstständigerwerbender ist. Und er sagt, warum er Mitglied des KGL geworden ist.

Reto Sidler, Sie haben sich beruflich selbstständig gemacht. Wann und warum?

Reto Sidler: Ich bin im April dieses Jahres gestartet. Der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung war meine Hauptmotivation. Es fühlt sich gut an, selbst zu entscheiden, wie ich mein Geschäft entwickeln möchte.

Sie bezeichnen sich als Concierge für Strategie, Innovation, Marke und Kommunikation. Was machen Sie genau und welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Firma?

Ich unterstütze Teams dabei, besser zusammenzuarbeiten, Probleme zu lösen und Entscheide zu fällen. Dazu konzipiere und moderiere ich massgeschneiderte und umsetzungsorientierte Workshops – für jede Art von unternehmerischer Herausforderung. Mein Motto ist: weniger Zeit, weniger Worte, mehr Wirkung.

Zusätzlich berate und unterstütze ich Unternehmen und Organisationen dabei, ihre Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit aktiv und glaubwürdig zu gestalten.

Sind Sie als Solopreneur unterwegs?

Ich sehe mich als Unternehmer – ohne solo. Auch wenn ich noch keine Angestellten habe, weiss ich, dass ich allein nicht erfolgreich sein kann. Ich konzentriere mich auf die Bereiche, in denen ich meinen Kunden den grössten Mehrwert bieten kann. Andere Aufgaben wie Firmengründung, Buchhaltung oder Website lagere ich an Experten aus.

Zudem baue ich gezielt Partnerschaften mit ergänzenden Kompetenzen auf, um mein Angebot weiter zu stärken. Ich arbeite auch mit meiner vorherigen Arbeitgeberin AKOMAG Corporate Communications AG zusammen, für die ich ausgewählte Kundenprojekte betreue.

Was waren die grössten Herausforderungen bei der Firmengründung?

Die grösste Herausforderung für viele Neugründer, einschliesslich mir, ist die Kundengewinnung und das Marketing. Es reicht nicht, ein gutes Produkt zu haben – die Menschen müssen es kennen und den Wert für sich sehen.

Ich setze auf eine Kombination aus Stärkung und Ausbau des persönlichen Netzwerks und digitalem Marketing, um mein Angebot sichtbar zu machen und den Wert meiner Workshops zu vermitteln.

Haben Sie sich bei Ihrer Firmengründung externe Unterstützung geholt?

Ja, ich habe den Gründungsservice des Instituts für Jungunternehmen (IFJ) genutzt. Für ein paar Hundert Franken bekommt man alles aus einer Hand – von der Erstellung der Statuten über die Eröffnung des Bankkontos bis zum Handelsregistereintrag. Ich habe eine GmbH gegründet, um für zukünftiges Wachstum gut aufgestellt zu sein.

Dank Ihrer Mitgliedschaft beim Wirtschaftsverband der Stadt Luzern sind Sie Teil des KGL. Was bringt das?

Ein persönliches berufliches Netzwerk ist für alle wichtig, ob selbstständig oder angestellt. Gerade weil ich noch keine Angestellten habe, ist es inspirierend, mich mit mich mit anderen Unternehmern und Führungskräften auszutauschen und voneinander zu lernen.

Interview: Andreas Ineichen


Dieses Interview ist zuerst im KMU Magazin (Ausgabe September 2024) erschienen, das vom KMU- und Gewerbeverband des Kantons Luzern (KGL) herausgegeben wird. Hier kannst du die Ausgabe herunterladen.

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Wie eine Mastermind in Los Angeles mein Unternehmer-Mindset verändert hat https://www.communication-concierge.ch/blog/mastermind-los-angeles/ https://www.communication-concierge.ch/blog/mastermind-los-angeles/#comments Sat, 31 Aug 2024 00:00:00 +0000 Business https://www.communication-concierge.ch/blog/mastermind-los-angeles/ Weiterlesen

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Stell dir vor, du sitzt zwei Tage lang in einem Raum voller brillanter Köpfe aus der ganzen Welt. Du sprichst über Business-Themen, lachst, tauschst Ideen aus – und spürst, wie sich dein Mindset als Unternehmer für immer verändert. Hier sind die spannendsten Learnings, die ich von dieser inspirierenden Reise mitgebracht habe.

Was ist eine Mastermind?

Eine Mastermind ist eine Gruppe von Menschen – meist Unternehmer, Führungskräfte oder Spezialisten –, die sich treffen, um Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Sie unterstützen sich gegenseitig, wachsen zusammen und fordern sich gegenseitig heraus. Es gibt Masterminds, die über Monate oder Jahre laufen, aber auch einmalige Events wie die «Unscheduled CEO Mastermind», an der ich teilgenommen habe.

Organisiert und moderiert von Jonathan Courtney und Laura Faint von AJ & Smart, fand sie Mitte August in den Räumlichkeiten der Community-Plattform Skool statt (siehe Bild unten). Neben mir nahmen siebzehn Unternehmerinnen und Unternehmer aus den USA, Grossbritannien, Australien, Schweden und Deutschland teil.

Inspirierende Location Skool HQ in Los Angeles 1

Inspirierende Location: der Hauptsitz von Skool in Los Angeles

Wir haben an der Mastermind auch viele taktische Themen besprochen, besonders rund um Kundengewinnung und Marketing. Diese Learnings werde ich später teilen. Heute möchte ich mich auf das «Big Picture» konzentrieren. Ich nehme dabei die Perspektive eines Neugründers ein – aber auch wenn du schon länger Unternehmer oder eine Führungskraft bist, kannst du dich hoffentlich davon inspirieren lassen.

Nun möchte ich meine sechs wichtigsten Erkenntnisse teilen, die ich aus dieser einzigartigen Erfahrung mitgenommen habe:

  1. Dein Mindset als Unternehmer ist entscheidend.
    Ohne die richtige Haltung und Engagement wirst du selbst mit den besten Produkten, Geschäftsmodellen oder Strategien keinen Erfolg haben. Vor der Mastermind habe ich mich meist als «selbständig tätig» bezeichnet. Doch nur wenn du dich selbst als Unternehmer identifizierst, wirst du auch wie ein Unternehmer handeln und die nötige Verantwortung wahrnehmen.

  2. Ich bin kein Solopreneur.
    Auch wenn ich noch keine Angestellten habe, weiss ich, dass allein nicht erfolgreich sein kann. Ich bin weder in allem gut, noch mache ich alles gerne. Deshalb konzentriere ich mich auf die Bereiche, in denen ich meinen Kunden grössten Mehrwert bieten kann. Andere Aufgaben wie Firmengründung, Buchhaltung oder Website lagere ich an Experten aus. Zudem baue ich Partnerschaften mit ergänzenden Kompetenzen auf. Und wer weiss, vielleicht stelle ich eines Tages Mitarbeitende ein.

  3. Remote und virtuell war gestern.
    Durch physische Präsenz schaffst du Raum für Möglichkeiten und Erfolg. Persönliche Treffen sind um ein Vielfaches bedeutungsvoller und wirksamer als Zoom-Meetings. Miete ein Büro oder einen Arbeitsplatz in einem Coworking-Space, statt nur im Homeoffice zu arbeiten. Zeige dich an Veranstaltungen und führe eigene durch.

  4. Mache es einfach, kläre die Details später.
    Unternehmer zeichnen sich durch ein starkes Dringlichkeitsbewusstsein und eine klare Handlungsorientierung aus. Wenn du eine Idee hast, setze sie so rasch wie möglich in die Tat um. Everything is figure-out-able! Zu viel nachzudenken, hindert dich daran. Auch neue Erkenntnisse und neues Wissen nützen nichts, solange du es nicht in die Umsetzung bringst.

  5. Betrachte alles als ein Experiment.
    Nichts wird beim ersten Versuch perfekt laufen. Vielmehr geht es darum, neue Ideen und Ansätze kontinuierlich zu testen, zu lernen und anzupassen. Das nimmt dir die Angst vor dem Scheitern und fördert eine Kultur des Lernens und der ständigen Verbesserung.

  6. Trage Sorge zu dir selbst.
    Achte auf gesunde Ernährung, Bewegung und genügend Schlaf. Pflege deine Beziehungen zu Partner, Familie und Freunden.


Unternehmer aus der ganzen Welt

Unternehmer aus der ganzen Welt 


Fazit: Die Mastermind-Erfahrung war unbezahlbar

«Lohnt es sich, für zwei Tage nach Amerika zu reisen?», wurde ich im Vorfeld gefragt. Jetzt kann ich mit voller Überzeugung «Ja!» sagen. Der intensive Austausch mit gleichgesinnten, aber unterschiedlich denkenden Personen hat mein Unternehmer-Mindset tiefgreifend verändert. Viel Gelerntes setze ich bereits um.

In meinem Kopf hat sich bereits der Gedanke einer eigenen Mastermind eingenistet. Könntest du dir  vorstellen, dich mit klugen Köpfen zu treffen, um voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen, aber auch herauszufordern, und so zusammen zu wachsen?

Dann setze deine E-Mail auf die Interessenten-Liste und ich informiere dich, sobald es konkret wird! 😉


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Die 5 besten Icebreaker- Übungen für dein nächstes Meeting oder Workshop https://www.communication-concierge.ch/blog/icebreaker/ https://www.communication-concierge.ch/blog/icebreaker/#comments Fri, 30 Aug 2024 00:00:00 +0000 Meetings & Workshops https://www.communication-concierge.ch/blog/icebreaker/ Weiterlesen

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Egal ob Team-Meeting, Workshop oder Konferenz – ein guter Einstieg ist entscheidend, um das Eis zu brechen und die Stimmung aufzulockern. Icebreaker-Übungen fördern den Austausch, bauen Hemmungen ab und schaffen die richtige Atmosphäre für eine produktive Zusammenarbeit. Hier sind die fünf besten Icebreaker, die ich regelmässig in Meetings und Workshops einsetze.

«Mein erster Job»

So geht’s:

Lass alle in der Gruppe drei Dinge aufschreiben: ihren Namen , ihren ersten Job und was sie bei diesem Job gelernt haben. Anschliessend lest ihr nacheinander die Zettel vor.

Darum begeistert diese Übung:

Sie ist simpel und braucht keine Vorbereitung, ist aber wirkungsvoll. Sie gibt der Gruppe die Möglichkeit, auf humorvolle Weise etwas Neues übereinander zu lernen, ohne dass es zu unangenehm persönlich wird.


«Schnelle Fragen, grosse Wirkung»

So geht’s:

Die Teilnehmer beantworten kurze, spontane Fragen wie: „Was ist das Beste, das dir diese Woche passiert ist?“, „Welcher Song macht dich glücklich?“ oder „Was war dein letzter Impulskauf?“. Diese Fragen regen zu persönlichen Geschichten an und lockern die Atmosphäre sofort auf. Tipp: Nutze einen Fragen-Generator wie tscheck.in, falls dir die Ideen ausgehen.

Darum begeistert diese Übung:

Durch den Austausch über Alltagsfreuden und persönliche Vorlieben entsteht sofort eine lockere, offene Stimmung. Es ist der perfekte Start, um ins Gespräch zu kommen und sich besser kennenzulernen. Auch diese Übung benötigt wenig Zeit und Vorbereitung.


«Wer bin ich?»

Wer bin ich Icebreaker Uebung von Reto Sidler

Wer erfährt schon nicht gerne, dass jemand im Team das beste Tiramisù der Welt macht?! Echte Karten aus einem kürzlichen Workshop (Bild: Reto Sidler)

So geht’s:

Jeder schreibt einen persönlichen Fakt über sich auf – etwas, das die anderen noch nicht wissen. Das kann ein ausgefallenes Hobby sein, ein Erlebnis aus der Kindheit oder etwas aus einem früheren Job. Die Zettel werden eingesammelt und nacheinander vorgelesen. Die Gruppe rät dann, zu wem der jeweilige Fakt gehört. Die Person kann, wenn sie möchte, noch mehr darüber erzählen.

Darum begeistert diese Übung:

Hier kommen oft unerwartete und witzige Geschichten zum Vorschein, die die Gruppe zum Lachen bringen und eine entspannte Atmosphäre schaffen. Auf einfache Art werden Verbindungen aufgebaut. Die eignet sich besonders gut, wenn der Workshop auch einen Teambuilding-Charakter haben soll.


«Montagsmaler»

So geht’s:

Ein Klassiker aus der TV-Sendung der 1970–1990er Jahre: Die Teilnehmer ziehen Begriffe wie „Einhorn“, „Feuerwehr“ oder „Fasnacht“ und müssen diese zeichnen, während die anderen raten. Ein Timer sorgt für Dynamik und Spannung. Kleine Preise machen das Spiel noch attraktiver!

Darum begeistert diese Übung:

„Montagsmaler“ weckt die kreative Seite der Teilnehmer und sorgt für viel Gelächter. Es ist eine spielerische Art, den Geist zu öffnen und die kreative Energie zu aktivieren – perfekt für Meetings und Workshops, in denen Ideen und Konzepte entwickelt werden.


«Schere, Stein, Papier»-Battle

Schere Stein Papier High Energy Icebreaker

Dank "Schere, Stein, Papier" in wenigen Sekunden von Null auf Hundert (Bild: iStock)

Das beiliebte Kinderspiel in der Ultra-High-Energy-Variante!

So geht’s:

  • Teilnehmer stehen sich in zwei Reihen gegenüber, sodass jeder einem Mitspieler gegenübersteht.
  • Die beiden spielen „Schere, Stein, Papier“ im Best-of-5-Modus.
  • Die Gewinner heben ihre Hand und suchen sich einen neuen Gegner.
  • Jetzt kommt der Clou: Verlierer werden zu Fans der Gewinner und feuern sie lautstark an!
  • Am Ende stehen sich die Finalisten gegenüber, angefeuert von ihren Supportern.

Warum begeistert diese Übung:

Sie ist der ultimative Energie-Booster und katapultiert jede ruhige Runde in kürzester Zeit in ein wildes, lautes und chaotisches Turnier. (Beweis gefällig? Voilà!) Das Spiel funktioniert sowohl mit vertrauten Gruppen als auch mit völlig Fremden. Die Übung hilft allen, ihre Hemmungen abzulegen, zu blödeln und von Anfang an Spass zu haben.

Wenn du demnächst einen Workshop mit mir plant: Mach dich auf etwas gefasst! 😉


Fazit: Mehr als ein lockerer Einstieg

Icebreaker-Übungen sind weit mehr als nur ein lustiger Beginn – sie schaffen Verbindungen, stärken das Team und legen den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Probiere bei deinem nächsten Meeting oder Workshop eine dieser Übungen aus und beobachte, wie sich die Dynamik in deinem Team positiv verändert.


Und nicht vergessen: Gib mir unbedingt Bescheid, wenn du die „Schere, Stein, Papier“-Battle zum ersten Mal ausprobierst hast! 😉 Kommentiere unten, welches deine liebsten Icebreaker- und Energizer-Übungen in Meetings und Workshops sind.

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Facilitation 4.0: Wie KI auch die Moderation von Workshops revolutioniert https://www.communication-concierge.ch/blog/facilitation/ https://www.communication-concierge.ch/blog/facilitation/#comments Sat, 13 Jul 2024 00:00:00 +0000 Meetings & Workshops https://www.communication-concierge.ch/blog/facilitation/ Weiterlesen

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Künstliche Intelligenz verändert gerade zahlreiche Branchen. Die Konzeption und Moderation von Workshops, auch bekannt als «Facilitation», ist da keine Ausnahme. Ich habe den wichtigsten Branchen-Report nach den spannendsten Erkenntnissen und Trends durchsucht, wie KI die Art und Weise revolutioniert, wie Workshop-Moderatoren arbeiten.

Der «State of Facilitation 2024» Report gibt einen jährlichen Einblick in aktuelle Trends, Herausforderungen und Best Practices in Bereich der Workshop-Moderation.

Er basiert auf umfangreichen Umfragen und Datenanalysen und wird von SessionLab herausgegeben, dem Anbieter einer Plattform für die Planung und Gestaltung von Workshops.

Bei der Lektüre des Berichts – zu dem ich als Umfrageteilnehmer ebenfalls meine Expertise beigesteuert habe – habe ich ein besonderes Augenmerk auf das Thema der Stunde geworfen, die Künstliche Intelligenz (KI).

Die Rolle der KI in der Moderation

KI hat das Potenzial, den ganzen Prozess eines Workshops effektiver und effizienter zu gestalten.

Vom Planen und Organisieren bis hin zur Durchführung und Nachbereitung von Workshops: KI-gestützte Tools bieten zahlreiche Möglichkeiten, die Arbeit eines Moderators zu erleichtern.

Beispielsweise können KI-Tools bei der Erstellung von Agenden helfen, Teilnehmerinteraktionen analysieren und sogar Echtzeit-Feedback geben, um den Workshop dynamischer zu gestalten.

Vorteile von KI-Tools

  1. Effizienzsteigerung: KI-Tools können repetitive Aufgaben automatisieren, was Moderatoren mehr Zeit für die inhaltliche Gestaltung ihrer Workshops gibt.
  2. Personalisierung: Durch die Analyse von Teilnehmerdaten können Workshops besser auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten werden.
  3. Echtzeit-Feedback: KI kann während des Workshops Feedback sammeln und analysieren, um den Moderationsprozess kontinuierlich zu optimieren.

Beispiele für KI-gestützte Tools

Einige der bekanntesten KI-Tools in der Moderation sind:

  • Miro und MURAL: Diese digitalen Whiteboards nutzen KI, um Brainstorming-Sessions zu strukturieren und zu analysieren.
  • Zoom: Mit seinen KI-gestützten Transkriptions- und Übersetzungsfunktionen erleichtert es die Zusammenarbeit in internationalen Teams.
  • SessionLab: Bietet KI-gestützte Unterstützung bei der Planung und Strukturierung von Workshops, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Themen abgedeckt werden.
Noch etwas weit von der heutigen Workshop-Realität – doch menschliche Moderatoren werden in Zukunft immer stärker durch Technologie unterstützt (KI-generierte Bilder: Dall-E 2)

Noch etwas weit von der heutigen Workshop-Realität – doch menschliche Moderatoren werden in Zukunft immer stärker durch Technologie unterstützt (KI-generierte Bilder: Dall-E 2)


Herausforderungen bei der Integration von KI

Trotz der zahlreichen Vorteile gibt es auch Herausforderungen bei der Integration von KI in die Moderation. Eine der grössten Hürden ist die Akzeptanz der Technologie durch die Moderatoren selbst.

Viele Moderatoren stehen der Technologie skeptisch gegenüber und befürchten, dass ihre zwischenmenschlichen Fähigkeiten durch KI ersetzt werden könnten.

Es ist daher entscheidend, ein Gleichgewicht zwischen technologischem Einsatz und menschlicher Interaktion zu finden.

Die Zukunft der Moderation

Die Integration von KI in die Moderation steckt noch in den Kinderschuhen, doch die Potenziale sind enorm.

Moderatoren, die bereit sind, sich mit dieser Technologie auseinanderzusetzen und sie in ihre Arbeit zu integrieren, können ihren Workshops einen erheblichen Mehrwert verleihen.

KI wird die Rolle des Moderators nicht ersetzen, sondern sie unterstützen und erweitern, indem sie neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz und des Engagements bietet.

Fazit

KI ist dabei, auch die Welt der Workshop-Moderation nachhaltig zu verändern.

Durch den gezielten Einsatz von KI-Tools können Moderatoren ihre Workshops effizienter gestalten, besser auf die Bedürfnisse der Teilnehmer eingehen und kontinuierlich Feedback erhalten, um ihre Methoden zu verbessern.

Der «State of Facilitation 2024» Report zeigt klar, dass die Zukunft der Moderation in der Symbiose von menschlicher Kompetenz und technologischer Unterstützung liegt.

Hier geht’s zum vollständigen Bericht (auf Englisch): State of Facilitation 2024 Report

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Meetings – das grösste Hindernis für Produktivität https://www.communication-concierge.ch/blog/meetings/ https://www.communication-concierge.ch/blog/meetings/#comments Thu, 16 Sep 2021 08:00:00 +0000 Meetings & Workshops https://www.communication-concierge.ch/blog/meetings/ Weiterlesen

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Meetings sind ein integraler Bestandteil des Arbeitslebens, doch oft werden sie als Zeitverschwendung empfunden. Eine Umfrage des Software-Anbieters Atlassian unter 5’000 Wissensarbeitern hat aufgedeckt, warum Meetings oft nicht funktionieren und wie man sie verbessern kann. Neben den wichtigsten Erkenntnissen aus der Studie zeige ich, wie ein gut strukturierter Workshop Abhilfe schafft.

Die Hauptprobleme bei Meetings

Meetings werden von vielen Mitarbeitern als ineffektiv und frustrierend empfunden. Laut der Atlassian-Umfrage gelten 72% der Meetings als ineffektiv. Häufig dominiert eine kleine Gruppe von Personen das Gespräch, es gibt keine klaren nächsten Schritte, und die besprochenen Informationen wiederholen sich.

Dies führt dazu, dass Mitarbeiter im Durchschnitt 31 Stunden pro Monat in unnötigen Meetings verbringen. Eine Folge davon ist, dass 73% der Befragten ihre eigentliche Arbeit nicht rechtzeitig erledigen können und daher Überstunden machen müssen.

Ein weiteres Problem ist die fehlende Vorbereitung und Struktur. 63% der Meetings haben keine vorher festgelegte Agenda, was oft zu chaotischen Diskussionen und mangelnder Zielklarheit führt. Zusätzlich verlassen 54% der Teilnehmer Meetings ohne ein klares Verständnis der nächsten Schritte oder Verantwortlichkeiten, was die Effektivität weiter mindert.

Atlassian Umfrage zu Meetings 2

«Meeting Overload»: Mehr als drei Viertel der befragten Mitarbeitenden können wegen der vielen Meetings ihre eigentliche Arbeit nicht erledigen. Mehr als die Hälfte muss sogar Überstunden machen. (Grafik: Atlassian)


Kulturelle und organisatorische Herausforderungen

Die Meeting-Kultur in vielen Unternehmen trägt ebenfalls zur Ineffizienz bei. Häufig werden Meetings zum Standard für jede Art von Kommunikation, selbst wenn eine E-Mail oder ein kurzes Gespräch ausreichen würde. 

Dies führt nicht nur zu Frustration, sondern auch zu einer geringeren Produktivität. Viele Mitarbeiter geben an, dass sie während Meetings gestresst sind, und 39% berichten von Burnout-Symptomen aufgrund der vielen Besprechungen.

Lösungen zur Verbesserung von Meetings

Um die Effektivität von Meetings zu verbessern, sollten Unternehmen klare Ziele und Agenden für jedes Meeting festlegen. Dies hilft, die Diskussionen zu fokussieren und die Effizienz zu steigern. 

Anstatt standardmässig 30- oder 60-minütige Meetings anzusetzen, können kürzere Zeitfenster von 15 bis 20 Minuten ausprobiert werden, um konzentrierte und zielgerichtete Diskussionen zu fördern.

Die Vorbereitung und Nachbereitung von Meetings spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Teilnehmer sollten sich ausreichend auf Meetings vorbereiten können, indem sie relevante Dokumente und Informationen im Voraus erhalten. 

Nach jedem Meeting sollten klare Protokolle und To-Do-Listen erstellt und verteilt werden, um sicherzustellen, dass jeder Teilnehmer seine Aufgaben kennt.

Alternative Kommunikationsmethoden

Viele Meetings können durch asynchrone Kommunikationsmethoden wie E-Mails, Instant Messaging oder Video-Nachrichten ersetzt werden. Dies gibt den Teilnehmern mehr Flexibilität und reduziert die Anzahl unnötiger Meetings.

Der Einsatz von Tools wie Slack, Microsoft Teams oder Trello kann ebenfalls helfen, die Zusammenarbeit zu verbessern und den Bedarf an Meetings zu reduzieren.

Die Umfrage hat auch gezeigt, dass übermässige Meetings zu einem erheblichen Produktivitätsverlust führen. 91% der Arbeitnehmer geben zu, während Meetings gedanklich abzuschweifen, und 73% erledigen während Meetings andere Aufgaben. 

Um diese Probleme zu adressieren, empfehlen viele Befragte, regelmässige Meeting-freie Tage einzuführen, um ununterbrochene Arbeitszeit zu gewährleisten.

Atlassian Umfrage zu Meetings 3

Wenn das einzige Ergebnis eines Meetings die Vereinbarung eines weiteren Meetings ist… (Grafik: Atlassian)


Fazit: Ein Workshop wirkt mehr als ein Dutzend Meetings

Ich teile Atlassians Fazit: Meetings sind oft unvermeidlich, aber durch gezielte Massnahmen können sie wesentlich effizienter und produktiver gestaltet werden. 

Unternehmen sollten ihre Meeting-Kultur kritisch hinterfragen und alternative Kommunikationsmethoden nutzen, um die Anzahl und Dauer von Meetings zu reduzieren. 

Nach meiner Erfahrung schafft ein gut strukturierter und moderierter Workshop Abhilfe gegen praktisch alle Unzulänglichkeiten klassischer Meetings. Er trägt dazu bei, die Effektivität und Effizienz in der Zusammenarbeit zu erhöhen und die Zufriedenheit im Team zu steigern.

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